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Gespräche & Unterhaltungen
Facebook-Unterhaltung
zwischen
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Ernst Tirckl-Wolff |
Raymond Zoller |
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Raymond Zoller |
… Welt-Spiel, das herrische
Mischt Sein und Schein;
Das Ewig-Närrische
Mischt uns hinein.
(Friedrich Nietzsche)
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Ernst Tirckl-Wolff |
Ob der das im Ernste meint?
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Raymond Zoller |
Wer?
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Ernst Tirckl-Wolff |
Der Nietzsche.
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Raymond Zoller |
Was?
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Ernst Tirckl-Wolff |
Das.
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Raymond Zoller |
Du meinst, ob er damit ein hellsichtig erschautes dem Weltensein als Ganzem zugrundeliegendes metaphysisches Prinzip uns präsentieren möchte?
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Ernst Tirckl-Wolff |
Ja. Oder ob er vielleicht nur den Geist der Journaille meint? Oder den politischen Diskurs, den sogenannten? Als Ausdruck und gleichzeitig Förderer des Närrischen?
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Raymond Zoller |
Was mich betrifft, so möchte ich das Ewig-Närrische als dem Gesamtkosmos zugrundeliegendes Urprinzip wissen, und die Journaille mitsamt verwandten Geistern nur als seine würdigsten Diener.
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Ernst Tirckl-Wolff |
Ein verwegener Gedanke. Und warum möchtest du das so wissen?
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Raymond Zoller |
Weil man sonst närrisch wird, wenn man andauernd vergeblich nach dem Nicht-närrischen Grund unseres Seins sucht. Einen solchen kann es einfach nicht geben!
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Ernst Tirckl-Wolff |
Hm, ja…. Wenn man so um sich schaut… Hast wohl Recht. - Ob der Nietzsche das auch so gemeint hat?
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Raymond Zoller |
Iss doch egal. Hauptsache, ich mein das so.
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Ernst Tirckl-Wolff |
Er würde dir sicher Recht geben.
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Raymond Zoller |
Wer?
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Ernst Tirckl-Wolff |
Der Nietzsche.
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Raymond Zoller |
Glaub ich auch.
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Ernst Tirckl-Wolff |
Schade eigentlich, daß das so ist.
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Raymond Zoller |
Was?
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Ernst Tirckl-Wolff |
Das Ganze. Der Narrencharakter unseres Daseins. Zwischendurch, wenn einem darnach ist, ein bißchen närrisch sein, und sonst vernünftig. Wär doch schön. Man sagt , der Mensch sei ein vernunftbegabtes Wesen.
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Raymond Zoller |
Isser nicht. Höchstens, daß er es mal war. Schau dich um, mit dem Rest Vernunft, das man dir belassen hat, und du wirst sehen, daß das nicht stimmt.
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Ernst Tirckl-Wolff |
Hast wohl Recht.
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Raymond Zoller |
Eben.