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Wer reitet so spät noch über'n Damm?
‑ Es ist Karl‑Friedrich; man sieht's ihm an.
Das Pferd ist besoffen, Karl‑Friedrich ist blau;
Sie reiten heim zu seiner Frau.
Karl‑Friedrich, was zittern so bang deine Knie?
‑ Ich glaube ich muß mal. Halt an, hoppla hü!
Und er geht und er kommt, und will wieder aufs Roß;
Doch kommt er nicht hoch: Das Roß ist zu groß.
Den Steigbügel packt er mit kräftiger Hand,
läuft neben dem Pferd durch das nächtliche Land.
'ne Leiter am Wege ‑ welch Göttergeschenk!
Er nimmt sie und steigt damit hoch auf das Pferd.
Dort oben zu sitzen ‑ welch schönes Gefühl!
Sie ziehn durch die Nacht; und die Nacht, die ist kühl!
Wenn's nur nicht so schaukelt... Doch halt - nun hört's auf:
Das Pferd, es hielt inne aus rasendem Lauf!
Was läufst du nicht weiter, verdammtes Biest?
‑ Ein Graben dort vorne den Weg mir verschließt!
Ein Graben mit Wasser, so tief und so breit...
‑ Nun stell dich nicht an! Es ist nicht mehr weit!
Das Pferd, es läuft weiter und fällt ‑ plitsch ‑ hinein;
Karl‑Friedrich fällt mit und wird naß bis aufs Bein.
Am anderen Ufer, da kriechen sie raus,
Und weiter geht es durch Nacht und durch Graus...