Klamurke

Texte

Kontinuierlich alles zu sich nehmend

Kontinuierlich alles zu sich nehmend, ahnt man noch nicht, was das bringen könnte. Denn in der Dunkelheit regst du die Riemen, und wie das eine aussieht, so sieht auch das andere aus.

Wäre es fahrplanmäßig so weitergegangen, hätte dieses feierliche Gewirr nur unnötiges Aufsehen erregt: Immerhin verfügen solche Dinge über eine erstaunliche Fortpflanzungskraft.  - Jenes Kant'sche Werk, welches er "Radau der reinen Vernunft" nannte, gackerte ihn giftend an; und in solchen Momenten zeigte es sich, daß er wohl besser die Memoiren der Fanny Hill gelesen hätte, die auch auf seinem Bücherregal standen, direkt neben den Werken von Kant. "Als ich mit Anton zu den Oasen zog, war alles noch anders," dachte er. "Während die Mimen das Arrangement übten, stöhnte Anton und soff, und die Oasen wogten".

Die Eiche der Erde beruhigte ihn; und er fand, daß die Rache gewann und daß des Rätsels Lösung näherrückte; nicht wie damals, als er vor den Inseln Schiffbruch erlitt und nicht mehr weiterkam. Denn ewig kann so ein Bruch nicht dauern.

"Ich bin sicher, daß alles gut wird," dachte er versöhnt, drehte sich auf die andere Seite und schlief weiter.

 

© Raymond Zoller

Kontinuierlich alles zu sich nehmend

 

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