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Das Krokodil kroch den Sand lang und ließ traurig die Augen in die Weite schweifen.
Alle ringsum hatte es aufgefressen; restlos alle; und niemand war da, der es hätte trösten können.
Tränen kullerten aus den Augen des Krokodils, heiße Tränen der Trauer, und netzten den Sand. Dumpfe Einsamkeit preßte sein Herz zusammen; und auch Hunger hatte es wieder.
In der Ferne eilte eine Antilope. – Antilopen laufen den ganzen Tag sinnlos durch die Gegend und kennen keine Probleme; wie sollten sie ein Ohr haben für den Kummer eines Krokodils... Und weil sie so schnell laufen, kann man sie nur fressen, wenn man ihnen beim Trinken unter Wasser auflauert. - Doch fern war das Wasser; nagender Kummer hatte das Krokodil in die Wüste vertrieben, hinweg von dem labenden Naß.
In hohen Hupfern kreuzte eine Wüstenspringmaus seinen Weg. "Auch Wüstenspringmäuse sind zu nichts zu gebrauchen," dachte das Krokodil. "Sie sind dumm, äußerst dumm und verstehen nichts von der Not eines Krokodils. Und auch fressen kann man sie nicht, weil sie viel zu klein sind und man sie eh nicht zu packen kriegt."
Weiter kroch das Krokodil und immer weiter; und eine feuchte Spur heißer Tränen zeichnete seinen Weg in dem sengenden Sand.
Ob es wohl jemals Trost finden wird?