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Espressomaschine, bestehend aus 1 beheizten Wasserkessel und 1 drehbarer Spindel, in deren Oberteil der Kaffee eingefüllt wird. Durch die Drehbewegung bzw. die daraus resultierende Zentrifugalkraft wird das heiße Wasser im Spindelhals hochgezogen und durch den Kaffee durchgepreßt. Angetrieben wird die Spindel durch ein Laufrad, welches von drei Sklaven in Bewegung gesetzt wird. (Zur 2000 Jahre später eingeführten Version mit Elektromotor siehe „Espressozentrifuge nach römischem Muster“) |
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Primus, Secundus, Tertius: Sklaven im Hause des Quintus Laurinius. Antrieb der Espressomaschine. |
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Sina. Espressosklavin von Quintus Laurinius. |
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Quintus Laurinius. Besitzer einer Espressomaschine sowie der für ihren Betrieb erforderlichen Sklaven und Sklavinnen. Freund von Septimus Trullicus; Vater von Pluto. Die gleichfalls in seinem Besitz sich befindliche Sklavin Aita verschenkt er an seinen Sohn. Wo seine Frau abgeblieben ist weiß niemand; doch kommt er ganz gut ohne sie zurecht. |
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Septimus Trullicus. Kommandant des Polizeipostens Nummer sieben. Freund des Quintus Laurinius. |
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Der Polizeiposten Nummer Sieben. Einziger Polizeiposten in Rom, der im Besitz einer Espressomaschine ist. Septimus Trullicus, der Postenkommandant, hat sie aus eigenen Mitteln angeschafft, da er findet, daß ohne Espresso der Dienst nicht zum aushalten ist. Für die Anschaffung der für den Antrieb erforderlichen Sklaven reichten seine Mittel nicht aus; und da auch im Budget solche Ausgaben nicht vorgesehen sind, werden für den Dienst im Laufrad Polizisten abkommandiert. Was einerseits - quantitativ gesehen - zu einer gewissen Reduzierung der Polizeipräsenz im Gebiet besagten Postens führt, andererseits aber - qualitativ betrachtet - eine deutliche Hebung der Moral bewirkt. |
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Aita. Sklavin von Quintus Laurinius, der sie später seinem Sohn Pluto schenkt. Blond. Von außerordentlicher Weisheit sowie des öfteren sich bemerkbar machenden masochistischen Neigungen. Ursprünglich Königin der Salanen; bei welchselbiger Tätigkeit sie außerordentlich sittsam und weise vorging und das ihr anvertraute Volk in den zwei Jahren, da sie herrschte, zu nie dagewesener Blüte führte. Eine Audienz, die sie einem durchreisenden Sklavenhändler gewährte, erweckte ihre weibliche Neugier sowie oben erwähnte Neigungen und führte dazu, daß sie Befehl gab, sie abzusetzen und an ebendiesen Sklavenhändler zu verkaufen. Dieser brachte sie in die Stadt Lutetia[1] und verkaufte sie dort an die Betreiber eines der Volksbelustigung dienenden Tempels mit Namen «Equus lascivus», wo sie als Tempeltänzerin striptisus tanzte. - Solche Verwendung fand sie anfangs zwar recht anregend; doch alsbald schon wurde es ihr langweilig; und in geschickten Manövern verstand sie es, ihre Herren solcherart zu verärgern, daß die sie an den erstbesten Sklavenhändler weiterverkauften. - So landete sie in Rom auf dem Sklavenmarkt, wo sie von Quintus Laurinius gekauft wurde, der eine Pädagogin suchte für seinen Sohn Pluto. - Gewohnt, das, was sie tut, gründlich zu machen und da sie zudem sehr devot ist, widmete sie sich ohne Murren und unter Aufbietung all ihrer Kräfte und Möglichkeiten dieser neuen Aufgabe; und schon nach zwei Jahren spricht ihr Zögling fließend fünf Sprachen und rezitiert die Werke so manchen Dichters; und zu ihrem großen Verdrusse rühmen alle ihre Weisheit und ihr pädagogisches Geschick. Quintus Laurinius, dessen Haus durch den Ruf seiner Sklavin gar sehr aufgewertet wird, möchte sie aus der Sklaverei entlassen und ihr eine Anstellung als freie Pädagogin geben; doch Aita, des Pädagoginnendaseins leid, rät ihm, sie stattdessen seinem Sohne als Sklavin zu schenken. - Aus verschiedenen Gründen kann Quintus Laurinius sich zunächst nicht entschließen, dieser Sichtweise seiner ansonsten sehr geschätzten Ratgeberin zu folgen; und um den Lauf der Dinge mit Gewalt in die ihr interessant scheinende Richtung zu zwingen, inszeniert Aita eine Flucht und läßt sich einfangen; und in einem genialen Monolog gelingt es ihr schließlich, Quintus Laurinius davon zu überzeugen, daß sie nach solch schwerwiegendem Verstoß als Pädagogin nicht mehr tragbar ist; daß sie bestraft werden muß, auf daß ihr Zögling sehe, wie man nicht ungestraft gegen römische Gesetze verstößt; und daß es pädagogisch am effektivsten ist, wenn man sie im Sinne besagter Strafe Pluto als Sklavin schenkt. - Quintus Laurinius läßt sich überzeugen; und kurz darauf sehen wir Aita als Sklavin in der Hand ihres einstigen Zöglings. |
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Salanen. Volk, welches an der Schwalbenlinie im Tal der Füchse beheimatet war. Zwei Wochen, nachdem sie Aita, ihre durch Weisheit und Sittsamkeit sich hervortuende Königin, auf deren eigenen Befehl hin in die Sklaverei verkauft hatten, gingen sie unter. |
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Der Vesuv. Feuerspeiender Berg. |
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Lutetia: Stadt in Gallien |
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Equus lascivus[2]: Der Volksbelustigung dienender Tempel in Lutetia |
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Striptisus: Im Equus lascivus und ähnlichen Tempeln von ausgewählten Jungfrauen ausgeführter kultischer Tanz |
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Markus. Groß, breit, sommersprossig. Freund von Pluto und Petrus. |
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Petrus. Lang, dünn, ohne Sommersprossen. Freund von Pluto und Markus. |
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Pluto. Sohn des Q.L.Morphelius. Anfangs Zögling, später Besitzer von Aita. |
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Kranixte. Dichter aus einem Land mit unaussprechlichem Namen und mit einer Sprache, die - außer den Einheimischen - kaum jemand versteht. |
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Gajus Julius Caesar (bekannt) |
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Onkel Ottonius. Gladiator. |
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Carolus Friederikus. Gladiator. |
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Kantus. Aus Königsberg/Germanien |
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Eugenius Winkelriedus. Aus Helvetien. |
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Nublehudicus. Augure; Anführer einer Partei, welche gegen die Verbreitung der Espressomaschinen kämpft, da selbige, wie es heißt, die Kaffeesatzdeutung erschweren und somit zum Sittenverfall beitragen. |
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Sittenverfall. Pluralistisches Wort, mit dem ein jeder nach Belieben den Begriff verbindet, der ihm gerade paßt; es sei denn, er zieht es vor, sich überhaupt nichts dabei zu denken. |
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Und viele andere |
Diese ganze Ereigniskette beginnt mit dem Untergang der Salanen (welchletzterer, wie bei Enden und Untergängen üblich, den Beginn oder den Aufgang von irgendetwas anderem bedeutet; und da dieses aufgehende andere so sehr viel interessanter ist als die untergegangenen Salanen, werden wir letztere nur ganz am Rande berühren und unsere ganze Aufmerksamkeit auf die Folgeereignisse konzentrieren)