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Auf der Suche nach Apfelbäumen

Auf der Suche nach Apfelbäumen

Als ich nach Agdidda kam, da suchte ich als erstes nach Apfelbäumen.

Drei Tage suchte ich und drei Nächte, ohne daß ich welche gefunden hätte; und wie ich am Morgen des vierten Tages einen zufällig vorbeikommenden Passanten fragte, wo man sie finden kann, da stellte sich heraus, daß dieser Mensch keine Ahnung hat, um was für ein Etwas es sich bei einem Apfelbaume handelt.

Ich lud ihn ein in ein Café, welches glücklicherweise in der Nähe sich befand, und während er Wein trank und ich Espresso, versuchte ich über viele Stunden hinweg, ihm klarzumachen, was ich und all die, die sie kennen, unter Apfelbäumen verstehen.

Als wir spätabends auseinandergingen, da zitterten meine Hände von dem vielen Espresso, und seine Beine bewegten sich unsicher von dem vielen Weine; und noch immer wußte er nicht, was ein Apfelbaum ist; und zu alledem waren mir plötzlich Zweifel gekommen, wie weit ich selbst das wohl weiß.

Nee: bei Lichte betrachtet – ich weiß es auch nicht.

Und ich beschloß, die Suche einzustellen.

 

© Raymond Zoller

Auf der Suche nach Apfelbäumen 

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