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Ich liebe Masochistinnen; und vor allem dann liebe ich sie, wenn sie philophagisch[1] sind. Und je philophagischer sie sind, desto mehr liebe ich sie. Nach meinem Dafürhalten findet das Urbild der Weiblichkeit seine würdigste Verkörperung eben in der Philophagin.
- Manche mögen das befremdlich finden. Was liebst du, mögen sie fragen, Philophaginnen? Da du doch sonst kaum Fleisch issest? Wahrlich, wahrlich, dich als Kannibalen vorzustellen, bereitet nicht wenig Probleme!
Sicher entbehrt dieser Einwand nicht einer gewissen Berechtigung. Denn in der Tat würde ich nie und nimmer eine Philophagin aufessen; und wenn sie noch so sehr darum bitten würde. Ich würde mich darauf hinausreden, daß ich keinen so großen Topf oder keine so große Pfanne habe und würde sie stattdessen zu einer Portion Spaghetti mit Spiegeleiern, oder, falls ich keine Spaghetti oder Eier zur Hand habe, zu Bratkartoffeln mit Kefir oder sonstwas einladen; und ansonsten würde ich ihr raten, in Afrika, Australien, Neuguinea oder sonstwo im Urwald spazieren zu gehen; dort gebe es Kannibalen; und die würden sie mit Vergnügen aufessen und hätten auch das entsprechende Werkzeug dazu.
[1] Philophagie: Am 30. April 1991 von E. Krivoi-Krokovski entdeckte sexuelle Perversion, die ihre Befriedigung im Aufgegessenwerden findet.